Wie ihr die neo-Geheimschrift entschlüsselt

In der aktuellen Ausgabe von Spektrum neo (7/2013) haben wir euch einen Brief in Geheimschrift abgedruckt. Wenn ihr sie entschlüsseln wollt, ist vor allem eins gefragt: systematisches Vorgehen!

Deshalb macht euch eine Tabelle, in die ihr nach und nach alle Geheimzeichen eintragt, die ihr im Text unterscheiden könnt. Dann kommt der schwierige Part: Allen diesen Zeichen müsst ihr jetzt ihre Bedeutung zuweisen. Dann habt ihr den Schlüssel gefunden.

Das Problem dabei ist, dass man in der neo-Geheimschrift keine Zwischenräume zwischen den Wörtern lässt. Denkt deshalb daran, dass Schriften ganz unterschiedlich funktionieren können:

• Nicht jedem deutschen Buchstaben entspricht immer genau ein Zeichen der Geheimschrift … und umgekehrt auch nicht.

• In der deutschen Schrift stehen manchmal mehrere Buchstaben für einen Laut (z.B. „sch“), das muss in der Geheimschrift nicht genauso sein.

• In der Geheimschrift werden offenbar Personenbezeichnungen unterstrichen. Das hat der Schreiber im deutschen Text auch gemacht. An dieser Stelle könnt ihr am einfachsten mit dem Knobeln ansetzen.

• Von den unterstrichenen Wörtern könnt ihr euch dann nach rechts und links im Text vorarbeiten.

Zeigt uns, dass ihr Erfolg hattet. Wenn ihr herausgefunden habt, was der Feldherr falsch verstanden hat, schreibt es uns an redaktion@spektrum-neo.de oder in einem Kommentar hier unten unter diesem Artikel. Wir freuen uns!

Und damit euch nicht den Ratespaß nehmen, haben wir den folgenden Text verborgen. Also Vorsicht! Denn darin erklären wir euch, wie die Schrift funktioniert. Wenn ihr ihn lesen wollt, klickt auf „weiter“

Der größte Unterschied zwischen der Geheimschrift und unserer deutschen Schrift ist, dass in der Geheimschrift genau so geschrieben wird, wie man spricht. Deshalb gibt es zum Beispiel keine Großbuchstaben.
Vor allem aber gibt es für jeden Laut auch nur ein Zeichen. Das Zischen beispielsweise, das wir auf Deutsch mit „sch“ schreiben, hat in der Geheimschrift nur einen Buchstaben. Dafür gibt es allerdings mehrere Zeichen für „a“, denn in der gesprochenen Sprache haben wir auch zwei davon: einmal das lange „a“ in „raten“ und einmal das kurze in „Ratten“. Deswegen braucht die neo-Geheimschrift auch kein doppeltes „t“, um die Kürze anzuzeigen – das Zeichen „kurzes a“ genügt.
Am Ende von Wörtern kommt es zwar vor, dass wir ein „b“, „d“ oder „g“ schreiben, wenn ihr genau hinhört, merkt ihr aber, dass wir tatsächlich „p“, „t“ und „k“ sagen. Hier ist die Geheimschrift also sehr genau.
Im Grunde genommen ähnelt das System unserer ausgedachten Schrift sehr stark dem der Lautschrift. Mit ihr kann man den Klang eines Worts viel genauer aufzeichnen als mit herkömmlichen Buchstaben.
Deshalb kann es auch sein, dass ihr Schwierigkeiten habt, den Text zu verstehen, selbst wenn ihr ihn bereits entschlüsselt habt. In diesem Fall lest ihn euch am besten laut vor!

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