Jugendliche forschen für den Klimaschutz

Durch den Klimawandel wird es auf der Erde immer wärmer: Das Eis an den Polen schmilzt, der Meeresspiegel steigt und viele Menschen leiden unter immer extremeren Wetterverhältnissen. Politiker aus vielen Ländern der Welt haben sich deshalb vorgenommen, die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen. Doch dazu ist es wichtig, den Ausstoß von Treibhausgasen stark zu senken, in Deutschland sogar um 95 Prozent – verglichen mit dem Wert von 1990. Um das zu schaffen, braucht man viele gute Ideen und engagierte Menschen. Der WWF und die Robert-Bosch-Stiftung veranstalten deshalb bereits zum dritten Mal den 2° Campus, eine Schülerakademie in Berlin, bei der sich 20 Jugendliche intensiv mit dem Klimaschutz beschäftigen und gemeinsam mit Wissenschaftlern Ideen entwickeln, wie man dem Ziel näher kommen kann.

Beim 2° Campus entwickeln die Teilnehmer Ideen, wie man das Klima unserer Erde schützen kann. © WWF/Arnold Morascher

Beim 2° Campus entwickeln die Teilnehmer Ideen, wie man das Klima unserer Erde schützen kann.
© WWF/Arnold Morascher

Ende Mai trafen sich die jungen Forscher zum ersten Mal. In verschiedenen Vorträgen erfuhren sie zum Beispiel, wie man überhaupt Daten über das Klima erhebt und warum das Zwei-Grad-Ziel so wichtig ist. In kleineren Gruppen machten sie sich dann daran, Lösungen zu entwickeln, mit denen sich Treibhausgase einsparen lassen. Wie schon in den vergangenen Jahren konzentrierten sie sich dabei auf die vier Themenbereiche Energie, Ernährung, Gebäude und Mobilität. Die Forschungsfragen, die sie sich setzten, sind ehrgeizig: Wie kann man Windkraftanlagen so verbessern, dass sie weniger Lärm machen und trotzdem effizient sind? Welche CO2-Bilanz hat Kuhmilch im Vergleich zu Alternativen wie zum Beispiel Soja-Milch? Wie kann man die Lichtverhältnisse in Schulen so optimieren, dass sie energetisch günstig sind und die Schüler beim Lernen unterstützen? Und lässt sich die Reichweite von Elektroautos mit einem ökologisch sicheren Akku optimieren?

Vom 29. Juli bis zum 9. August werden die Arbeitsgruppen erneut zusammenkommen und dieses Mal auch direkt an Universitäten forschen. In Kooperation mit den Hochschulen in Münster, Wuppertal und Eberswalde werden die Jugendlichen zum Beispiel selbst entworfene Windräder am 3D-Drucker ausdrucken und testen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern werden sie zudem versuchen, einen neuen Energiespeicher für Elektroautos zu bauen. Am 6. Oktober werden sie ihre Ergebnisse auf einer öffentlichen Abschlussveranstaltung in Berlin präsentieren.

Auch im nächsten Jahr findet der 2° Campus wieder statt. Wenn ihr Lust habt, dabei zu sein, und zwischen 15 und 19 Jahre alt seid, könnt ihr euch ab dem 16. September 2014 bewerben. Die Veranstaltungen sind kostenlos und werden in den Ferien 2015 stattfinden, meistens in Berlin, teilweise auch in den Städten der jeweiligen Partner-Universitäten. Weitere Informationen findet ihr auf der Seite des 2° Campus unter www.2-grad-campus.de.

Zwanzig Schülerinnen und Schüler setzen sich in diesem Jahr intensiv mit dem Klimaschutz auseinander. Zwischen den Blockterminen abeiten sie selbstständig an ihrem Forschungsthema. © WWF/Arnold Morascher

Zwanzig Schülerinnen und Schüler setzen sich in diesem Jahr intensiv mit dem Klimaschutz auseinander. Zwischen den Blockterminen abeiten sie selbstständig an ihrem Forschungsthema.
© WWF/Arnold Morascher

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