Gefährliches Schachbrettmuster

Kreuzsee	 Vor der französischen Insel Île de Ré hat sich der Atlantische Ozean in lauter rechteckige Kästen aufgeteilt. Sie entstehen, wenn sich zwei verschiedene Wellentypen übereinander gelegt haben. © Michel Griffon / CC-by-3.0

Kreuzsee
Vor der französischen Insel Île de Ré hat sich der Atlantische Ozean in lauter rechteckige Kästen aufgeteilt. Sie entstehen, wenn sich zwei verschiedene Wellentypen übereinander gelegt haben.
© Michel Griffon / CC-by-3.0

Nein, Frankreich hat das Meer nicht in viele kleine Territorien aufgeteilt – das lässt der Atlantik natürlich nicht mit sich machen! Was ihr auf diesem Bild seht, ist eine sogenannte Kreuzsee. Sie entsteht, wenn Wellen aus verschiedenen Richtungen aufeinandertreffen.

Doch wie kann das überhaupt passieren? Zuerst einmal muss man wissen, dass es zwei verschiedene Arten von Seegang gibt: Windsee und Dünung. Wenn der Wind über das Meer bläst, entstehen die Wellen der Windsee. Sie sind unregelmäßig und umso größer, je stärker der Wind gerade weht. Wenn der Wind vorbei ist, verschwindet die stürmische Windsee. Stattdessen bilden sich lange und glatte Wellen, die Dünungswellen.

Treffen nun Windseewellen und Dünungswellen aus verschiedenen Richtungen aufeinander, entstehen eben diese verrückten Wellenmuster wie hier vor der Île de Ré, einer Insel vor der französischen Westküste.

So schön dieses Schachbrettmuster für uns aussehen mag – Seefahrer mögen Kreuzseen überhaupt nicht! Die Wellen einer Kreuzsee sind nämlich unberechenbar und damit schwer zu umschiffen. Außerdem sind sie meist deutlich höher als normale Wellen. Kein Wunder, schließlich besteht jede aus gleich zwei Wellen übereinander.

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