Der Mystische Berg

Geburtsstätte für Sterne Im Inneren dieser gewaltigen Gaswolken werden Sterne geboren, die mit ihrer Hitze und Strahlung spektakuläre Skulpturen wie den "Mystischen Berg" formen. © NASA / ESA / Mario Livio / Hubble 20th Anniversary Team (STScI)

Geburtsstätte für Sterne
Im Inneren dieser gewaltigen Gaswolken werden Sterne geboren, die mit ihrer Hitze und Strahlung spektakuläre Skulpturen wie den „Mystischen Berg“ formen.
© NASA / ESA / Mario Livio / Hubble 20th Anniversary Team (STScI)

Diese gewaltige Farbenlandschaft trägt den Titel „Mystischer Berg“ und gilt als Kinderstube für Sterne. Sie befindet sich im Carinanebel, den man von der Südhalbkugel aus mit bloßem Auge sehen kann – als rötliches Leuchten in der Milchstraße. Er liegt im Sternbild Schiffskiel und zählt zu den so genannten Emissionsnebeln. Das heißt, er besteht aus Staub und Gas, das Licht in verschiedenen Farben ausstrahlt. Skulpturen wie der „Mystische Berg“ entstehen, wenn junge, heiße Sterne die kalten Gas- und Staubwolken verformen – durch ihre energiereiche Strahlung und heftige Sternenwinde.

Die spektakuläre Aufnahme wurde anlässlich des 20. Geburtstags des berühmten Weltraumteleskops „Hubble“ veröffentlicht. Hubble macht eigentlich keine Farbfotos, sondern misst Licht verschiedener Wellenlängen und gibt diese Messung als Schwarzweißbild aus. Die Farben werden nachträglich am Computer eingefügt, wobei hier nur das sichtbare Licht abgebildet ist. Dabei leuchtet Sauerstoff blau, Wasserstoff und Stickstoff grün und Schwefel rot. In etwa so schön würde der „Mystische Berg“ also aussehen, wenn ihr direkt davor stündet. Dafür müsstet ihr aber ganze 7500 Jahre reisen – und dass auch nur, sofern ihr euch mit Lichtgeschwindigkeit bewegen könntet.

Vielleicht habt ihr den Carinanebel schon einmal in „Star Trek“ gesehen, denn die NASA hat der erfolgreichen Science-Fiction-Serie Aufnahmen des Hubble-Teleskops zur Verfügung gestellt. Viele Nebel, an denen die Enterprise vorbeifliegt, gibt es also wirklich!

Dieses Bild hat die Wissenschaftsjournalistin Judith Gor für euch herausgesucht und erklärt.

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