ALMA öffnet seine Augen

In „neo“ könnt ihr Einiges über das größte Weltraum-Teleskop Herschel lesen – aber hier auf der Erde tut sich auch Großartiges: Auf 5000 Meter Höhe mitten in der chilenischen Wüste steht ALMA, ein Netzwerk aus 64 mobilen Antennen, die von speziellen Fahrzeugen zum jeweils besten Beobachtungsstandort transportiert werden. Jetzt liefert das größte Teleskop der Menschheit seine ersten Bilder.
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Belesene Stille…

Schön, wenn „neo“ so gut ankommt! Diese Leserpost stammt von einer Biologie-Lehrerin der Realschule Harsewinkel, die ganz offensichtlich ihrer Schwäche für Astrophysik nachgegeben hat … und damit einen vollen Erfolg beim Physikkurs Klasse 9 gelandet.

„Letzte Woche haben Sie uns … einige Leseproben von
Spektrum neo geschickt. Das ergab dann folgendes Bild, samt
zwanzigminütiger (!) Stille:“

Danke für das Lob und wir hoffen, auch das ganze Heft hat gut gefallen!

Der Countdown läuft – Herzlichen Glückwunsch an Alexander Gerst!

„Unser Mann für den Mars“ hat es geschafft – noch nicht zum Mars, aber demnächst immerhin in die Erdumlaufbahn: Gestern, am 18. September 2011, ist Alexander Gerst von der Europäischen Weltraumorganisation ESA für seine erste Weltraummission benannt worden. Sie führt ihn zur Internationalen Raumstation ISS. Von Mai bis November 2014 wird er dort leben und forschen dürfen. Damit geht ein Traum für ihn in Erfüllung, wie er in „Spektrum neo“ Nr. 1 ja schon vorher erklärte.

Der Astronaut Alexander Gerst (c) DLR

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„Spektrum neo“ und die niedersächsische Landesregierung

Nicht nur die „neo-Redaktion“ freut sich über das neue Heft – auch wir „gewöhnlichen“ Redakteure von „Spektrum der Wissenschaft“ (so wie ich, Christoph Pöppe und seit Ewigkeiten der Mathematiker des Verlages) sind glücklich über den „Nachwuchs“. Kaum ist unser Baby auf der Welt, genießt es auch schon Interesse von allerhöchster Stelle. Na ja, es war nicht Angela Merkel, die freudig nach dem frisch erschienenen „Spektrum neo“-Heft griff, aber immerhin die „Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration“.

Frau Özkan blättert und ist begeistert – das Heft will sie ihrem neunjährigen Sohn mitbringen! (c) Spektrum der Wissenschaft

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Blut ist rot. Doch wieso sehen dann unsere Adern blau aus?

Adern schimmern blau durch die Haut – obwohl das darin fließende Blut doch rot ist und die Wände der Adern auch keine blaue Farbe haben. Warum ist das so? Mit dem „blauen Blut“ der Adligen hat das nichts zu tun. Früher waren die „feinen Menschen“ nur meist hellhäutiger, weil sie weniger in die Sonne gegangen sind. Und bei heller Haut sticht das Blau stärker hervor.

Der Grund, warum unser Blut blau erscheint, muss also irgendwo zwischen den Adern und dem Auge liegen. Was hier als „Färbemittel“ wirkt, sind die Haut und die darunter liegenden Schichten.

Und tatsächlich zeigt sich bei näherer Betrachtung: Adern, die sehr dicht, zum Beispiel einen halben Millimeter, unter der Haut liegen, erscheinen durchaus rötlich. Deshalb werden wir auch rot, wenn wir verlegen sind – und nicht blau. Das Tageslicht dringt aber tiefer als einen halben Millimeter in die Haut ein.

Um zu verstehen was dann passiert, muss man sich das Licht als eine Welle vorstellen. Licht kann längere und kürzere Wellenlängen haben, davon hängt zum Beispiel ab, welche Farbe es für unser Auge hat. So hat das Licht, dass wir als blau sehen relativ kurze Wellenlängen, das rote Licht dagegen längere. Und das „weisse“ Licht underer Umgebung setzt sich aus allen möglichen Farben und damit auch Wellenlängen zusammen. Deswegen kann man Licht auch mit einem Prisma sozusagen „auseinandernehmen“ und sieht dann alle Regenbogenfarben.

Trifft Licht auf die zwischen einem halben und zwei Millimetern unter der Haut liegenden Adern, so wird das kurzwellige blaue Licht zurückgeworfen, also reflektiert, während der langwellige, rote Anteil aufgenommen, also absorbiert wird.

Anders gesagt: Das rote Licht dringt tiefer in die Haut und wird vom Blut absorbiert. Übrig bleiben vor allem die blauen Anteile des Spektrums, die reflektiert werden, und die wir sehen. Deshalb erscheinen Adern (nur) in dieser Gewebetiefe blau. Leuchtet man hingegen mit einer starken Taschenlampe durch die Hand, so zeigt sich wieder die wahre Farbe des Blutes: Es ist und bleibt rot.

Wollt ihr etwas von uns wissen? Braucht ihr Antworten? Schreibt uns!

Bei „Spektrum neo“ könnt ihr natürlich überall eure Fragen stellen – nicht nur hier, sondern bei jedem Artikel. Da müsst ihr sie nur als Kommentar hinterlassen und der Autor sieht das dann. Aber es gibt ja auch Fragen, die haben mit den Artikeln gar nichts zu tun – die könnt ihr hier stellen.

Also, los geht’s! Schreibt uns eure Fragen hier als Kommentar – oder direkt an redaktion@spektrum-neo.de…