Auf zum Forschen – die Schülerakademie 2°Campus geht weiter!

Anfang April fand der erste Präsenzblock des 2°Campus statt – 19 Jugendliche aus ganz Deutschland kamen zum ersten Mal zusammen, haben sich intensiv mit dem Thema Klimawandel und Klimaschutz befasst und gemeinsam mit wissenschaftlichen Mentoren begonnen, an ihrer Forschungsfrage zu arbeiten. Im Juli kommen alle wieder zusammen und es geht in die heiße Phase!



Vor dem Austausch mit den Mentoren standen namenhafte Wissenschaftler wie z.B. Prof. Dr. Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) oder den Klimaforscher Prof. Hartmut Graßl Rede und Antwort, aus welchen wissenschaftlichen Erkenntnissen sich das 2°-Limit ableitet und was getan werden muss, um es zu erreichen. Die wichtigste Botschaft: Die Folgen der Klimaerwärmung scheint jeder zu kennen, aber genau vorhersagen können sie selbst die besten Wissenschaftler nicht. Niemand weiß wie dieses „Experiment Klimawandel“ ausgehen wird, aber genau aus diesem Grund sollten wir kein Risiko eingehen und es erst gar nicht so weit kommen lassen.

Campus 2 Grad

"Die Menschen führen momentan ein großangelegtes geophysikalisches Experiment aus…" Roger Revelle 1957, New York Times

Auch die politische Dimension – d.h. was wird auf politischer Ebene diskutiert und getan, um den Klimawandel zu stoppen, war ein Schwerpunkt beim ersten Zusammentreffen: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen mit Katharina Reiche (CDU), Staatssekretäring im Bundesministerium für Umwelt und Astrid Klug (SPD), ehemalige Staatssekretäring im Bundesministerium für Umwelt je eine Vertreterin der Regierung und der Opposition. Dabei stand vor allem die Frage im Vordergrund, warum Entscheidungsprozesse und Veränderungen so lange dauern und wie Deutschland als Vorreiter in Sachen Klimaschutz andere Staaten mitziehen kann, auch etwas gegen die Erderwärmung zu tun.

In einer Zukunftswerkstatt entwickelten die Jugendlichen dann konkrete eigene Visionen für eine treibhausgasarme Gesellschaft im Jahr 2050 – z.B. dass Energie aus ganz neuen Materialien wie heißen Steinen gewonnen werden könnte und der Verkehr auch ohne Flugzeuge realisierbar wäre. Oder Gebäude Symbiosen eingehen könnten, so dass Plusenergiehäuser Altbauten mit Energie versorgen und alle Menschen sich vegetarisch ernähren.

Dann ging es mit der eigentlichen Arbeit los: Gemeinsam mit ihren Mentoren von den Partneruniversitäten des 2°Campus entwickelten die Jugendlichen aus diesen Visionen ihre eigenen Forschungsprojekte mit einer wissenschaftlichen Fragestellung aus den Bereichen Energie, Mobilität, Wohnen und Ernährung. In den nächsten Monaten werden diese Fragen dann praktisch an diesen Fragen geforscht – der Austausch findet sowohl vor Ort an den Partnerunis, als auch online im 2°Campus-Blog statt. An den Diskussionen im Blog kann jede/jeder den Forschungsprozess verfolgen und sich auch selbst einmischen! „Wie beeinflussen Landnutzungsänderungen den Ausstoß klimawirksamer Gase?“, „Wie kann eine neuartige organische Solarzelle energieeffizienter werden?“, „Wie mache ich aus einem Bleistift eine Lithium-Ionen Batterie?“ und „Wie kann ich Wohnkonzepte energieeffizienter machen, erstens durch Wohnen auf engem Raum und zweitens durch die Symbiose von Alt- und Neubauten?“ – zu diesen Fragen erwarten wir im Herbst spannende Antworten und Ergebnisse!

So geht es weiter:

Am 21. Juli ist wieder Start – dann wird 14 Tage jede Menge los sein: Forschung und Exkusionen werden garantiert jede Menge Interessantes bieten. Und ihr alle könnt daran teilhaben. Zum Schluss, wenn die Ergebnisse als Poster und als Film vorgestellt werden. Und auch früher schon, wenn ihr einmal beim Blog vorbeischaut. Oder euch einfach beteiligt…

Hier geht’s zum 2°Campus-Blog.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.