„Backstage“ im Forschungsministerium

„Die Ministerin ist jetzt bereit zum Interview“, verkündet ein Mitarbeiter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits zehn Stunden auf den Beinen und hatte etwa 700 Kilometer mit dem Zug zurückgelegt.

Als Redaktionspraktikantin bei „Spektrum neo“ probiere ich zur Zeit aus, wie es ist, Journalistin zu sein. Aus nächster Nähe bin ich bei der Entstehung von „Spektrum neo“ Nr. 2 dabei. Ich erfahre, wie viel Arbeit die Mitarbeiter hier in der Redaktion in die Planung und Gestaltung eines Heftes stecken. Außerdem lerne ich, worauf es beim Schreiben von Artikeln und anderen Heftbeiträgen ankommt. Ende März fuhr ich mit Chefredakteur Carsten Könneker nach Berlin. Dort sprachen die „neo“-Reporter Yaren (11), Paria (10) und Aaron (14) mit Annette Schavan, der Bundesministerin für Bildung und Forschung, über die Zukunft. Hier könnt ihr mit mir einen Blick hinter die Kulissen werfen!

Ich bin in Berlin angekommen. Vom Hauptbahnhof ist es zu Fuß nicht mehr weit zum Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Natürlich konnten wir nicht einfach so bei der Ministerin anklopfen, um mit ihr zu plaudern. Für einen Interviewtermin ist viel Planung nötig! Wer sind die Ansprechpartner im Ministerium? Wo und wann kann das Interview stattfinden? Wer schießt die Fotos, die später ins Heft kommen? Wie gelangen wir zum Treffpunkt, und womit zeichnen wir das Interview auf?

Als ich am Interviewtag früh morgens in den Zug nach Berlin steige, habe ich bereits zwei Wochen lang bei der Vorbereitung des Interviewtermins mitgeholfen. Während der Fahrt besprechen Carsten Könneker und ich noch einmal den Zeitplan und den Aufbau des Interviews.

Die "neo"-Reporter von links nach rechts: Paria (10 Jahre), Yaren (11 Jahre) und Aaron (14 Jahre).

Zwei Stunden vor dem Gespräch mit der Ministerin treffen wir uns mit den „neo“-Reportern in einem Konferenzraum des Ministeriums. Bisher kennen wir Paria, Yaren und Aaron nur aus ihren Bewerbungsbriefen. Deshalb machen wir zunächst eine ausführliche Vorstellungsrunde. Dann erklärt Carsten Könneker, wie man eine Interviewsituation fotografisch einfängt, und gibt den „neo“-Reportern wichtige Tipps für das Gespräch mit Frau Schavan. Zum Beispiel, dass man ruhig nachfragen kann, wenn man etwas nicht versteht. In einem „Probedurchlauf“ simulieren wir die Interviewsituation − sogar mit einer falschen Frau Schavan.

Die "neo"-Reporter mit Chefredakteur Carsten Könneker bei der Vorbesprechung des Interviews.

Damit optisch schon mal alles stimmt, probieren Yaren, Paria und Aaron ihre „neo“-T-Shirts an. Mit einer mitgebrachten Kamera drehe ich Vorstellungsclips von ihnen. Später bastele ich daraus ein Video, das ihr demnächst hier auf der „Spektrum neo“-Homepage anschauen könnt. Kurz vor dem Interviewtermin stößt die Fotografin Laurence Chaperon zu uns. Sie ist vor allem für ihre Porträtfotos von Politikern bekannt.

Nach einer kurzen Wartezeit begrüßt uns die Ministerin. Zum Interview müssen wir von ihrem Büro in einen anderen Raum wechseln, weil das Licht für die Fotoaufnahmen dort besser ist. Auf dem Weg stelle ich fest, dass im Bundesministerium Nachhaltigkeit nicht nur auf dem Papier großgeschrieben wird. Energiezertifikate für die Aufzüge und Mülltrennungsbehälter schmücken die Flure. Endlich können die „neo“-Reporter die Ministerin an einem großen runden Tisch befragen − und auch selbst antworten. Ihr seid neugierig, über was sich Frau Schavan mit Aaron, Yaren und Paria unterhalten hat? Alle Fragen und Antworten findet ihr in unserem Heft „Die Welt im Jahr 2050“ auf den Seiten 56 bis 58!

Ein Beispiel für mehr Nachhaltigkeit im Alltag: Mülltrennungsbehälter im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Nach dem Interview nimmt sich Frau Schavan noch kurz Zeit, um den „neo“-Reportern im Flur die Porträts von deutschen Nobelpreisträgern zu zeigen. Dann muss sie weiter zum nächsten Termin. Bei der Nachbesprechung des Interviews möchte ich von den „neo“-Reportern wissen, wie sie das Interview und den Nachmittag im Ministerium erlebt haben. Ihre Antworten fange ich wieder mit der Videokamera ein. Die drei sind noch immer ganz in Interviewlaune. Spontan löchern sie Carsten Könneker und Ferdinand Knauß, den Pressereferenten von Frau Schavan, mit Fragen zu ihren Berufen und zum Ministerium. Unser Abschlussfoto vor dem Ministerium für Bildung und Forschung seht ihr hier.

Am Ende des Nachmittags vor dem Ministerium: Carsten Könneker, die "neo"-Reporter und ich.

 

Habt ihr Lust, selbst einmal als „neo“-Reporter unterwegs zu sein? Dann schreibt Anja Albat-Nollau, warum ihr im Herbst gerne bei Spektrum neo Nr. 3 „Nanowelten“ mitmachen wollt!

Post:
Spektrum neo
Frau Albat-Nollau
Slevogtstr. 3-5
D-69126 Heidelberg

E-Mail:
albat@spektrum.com

 

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