Was ist das denn?! (Nr. 8/2014: Roboter & künstliche Intelligenz)

Rätsel Spektrum neo Nr. 8

Mit frdl. Gen. der Hochschule Reutlingen

Roboter haben viele Einsatzgebiete. Mit diesem kleinen Kerl hier – er ist nur etwa 2,7 Zentimeter hoch – gewann die Hochschule Reutlingen den 2. Preis bei einer Entwicklerweltmeisterschaft. Bleibt nur eine Frage: Was für ein Roboter ist das, und was macht er?

a) Steuerungsmodul für Satelliten
b) Suchroboter für Verschüttete
c) Miniatur-Fußballroboter
d) Unterwasserroboter für Tiefseeforschung

Leider ist eine Teilnahme am Gewinnspiel nicht mehr möglich.

Die richtige Lösung lautet: c)

Die Auflösung zu den Bilderrätseln aus früheren Ausgaben findet ihr hier:

Rätsel Spektrum neo 7
Rätsel Spektrum neo 6
Rätsel Spektrum neo 5
Rätsel Spektrum neo 4
Rätsel Spektrum neo 3

Der neo-Comic: Sofia & Nyno

Liebe Leserinnen und Leser, die neo-Redaktion hat es sich schon lange gewünscht (und viele von euch auch): In „Spektrum neo“ gibt es jetzt einen Comic! Die Zeichnerin Daniela Schreiter aus Berlin – im Internet besser bekannt unter ihrem Künstlernamen „Fuchskind“ – wird ab der nächsten Ausgabe in jedem neo-Heft eine neue Geschichte erzählen. Darin erforschen der grüne Fuchs Nyno und seine Freundin Sofia die Welt der Wissenschaft. Zu den letzten beiden Heften, neo Nr. 6 („Tierisch intelligent“) und Nr. 7 („Die größten Rätsel“), gibt es bereits heute die ersten beiden „Sofia & Nyno“-Comics zu bestaunen:

Sofia & Nyno (Spektrum neo Nr. 6: „Tierisch intelligent“)
Nyno versucht, das klügste Tier der Erde zu erschaffen. Doch wozu braucht er dieses künstliche Wesen überhaupt?

Sofia & Nyno (Spektrum neo Nr. 7: „Die größten Rätsel“)
Sofia hilft Nyno bei einem wissenschaftlichen Experiment. Nur dass sie dafür dutzende Marmeladenbrote schmieren soll, kommt ihr etwas seltsam vor …

Daniela Schreiter a.k.a. Fuchskind (Selbstporträt) © Pixelbär / Daniela Schreiter

Daniela Schreiter a.k.a. Fuchskind (Selbstporträt)
© Pixelbär / Daniela Schreiter

Zum Start der Serie haben wir „Fuchskind“ ein paar Fragen über ihre Arbeit und zu „Sofia & Nyno“ gestellt:

Hallo Daniela,

wie kam es dazu, dass Du jetzt die Comics für „Spektrum neo“ zeichnest?

Ich habe mich schon immer für Wissenschaft interessiert! Daher zeichne ich auch schon lange Comics über wissenschaftliche Themen, die ich im Internet veröffentliche. Die Fangemeinde im Netz wurde immer größer und irgendwann schrieb mich „Spektrum neo“ an – da konnte ich natürlich nicht Nein sagen!

Interessierst Du Dich selbst für Wissenschaft?

Oh ja, speziell für Physik und hier besonders für Astronomie und Quantenphysik. Ich könnte ständig Comics über Schrödingers Katze oder über Balkengalaxien zeichnen!

Wie sind die beiden Charaktere Sofia und Nyno entstanden?

In meinen Comics kommen häufiger Füchse vor, die die Welt um sich herum wissenschaftlich erklären. Daher lag es nahe, auch für „Spektrum neo“ einen Fuchs zu verwenden. Schließlich gelten Füchse allgemein als schlau! Sie sind aber auch gerissen und daher ist Nyno auch manchmal ganz schön frech zu Sofia. Nyno ist dabei ein ganz besonderer Fuchs: Nicht nur, dass er ein grünes Fell hat; er kann auch mit Menschen sprechen und erforscht deshalb mit der neugierigen Sofia die Welt. „Sofia“ leitet sich von Sophia ab, was übersetzt aus dem altgriechischen „Weisheit“ bedeutet.

Wie wird man eigentlich Comic-Zeichnerin?

Man fängt als Kind an zu zeichnen und hört einfach nicht mehr auf. Es gibt keinen direkten Berufsweg. Das wichtigste ist einfach: niemals aufhören und vor allem niemals den Spaß daran verlieren! Ich zum Beispiel habe nach der Schule erst einmal Jura studiert, ich wollte Anwältin für Jugendstrafrecht werden. Die Lust am Zeichnen habe ich aber nie verloren, und irgendwann wurde die Leidenschaft zur Berufung. Das Internet bietet eine wunderbare Möglichkeit, um seine Comics einem breiten Publikum zu zeigen, auch wenn man keinen Verlag hat – so kommt eins zum andern!

Warum nennst Du Dich „Fuchskind“?

Füchse gehören zu den Hauptcharakteren in meinen Comics. Gerade die Fuchskinder sind besonders neugierig und wollen alles ganz genau wissen. Na ja, und so bin ich auch! Dazu habe ich noch rote Haare … das passt doch ganz gut, oder?

Mehr Fuchskind-Comics findet ihr auf Danielas Homepage fuchskind.de, oder folgt ihr auf Facebook und Twitter.

Was wo gesprochen wird

Wann genau die Sprache einst entstand, ist immer noch ein großes Rätsel für die Wissenschaft – eines, das sich womöglich nie genau lösen lassen wird (mehr dazu lest ihr in dem Artikel aus Spektrum neo Nr. 7/2013 „Wer sprach das erste Wort?“).

Sicher ist hingegen, dass sich Sprachen permanent verändern. Wenn wir unsere Vorfahren vor 1000 Jahren bei einer Unterhaltung belauschen könnten, würden wir nur hie und da ein Wort verstehen. Das Ergebnis dieser ständigen Veränderung seht ihr auf dieser Karte: ein Flickenteppich von Sprachfamilien.

Eine Karte der Sprachfamilien Auf dieser Karte könnt ihr erkennen, welche Sprachfamilien an einem bestimmten Ort auf der Welt gesprochen werden. Was die einzelnen Farben bedeuten, ist in der Legende am Rand verzeichnet. © Stern / CC-by-SA 3.0

Eine Karte der Sprachfamilien
Auf dieser Karte könnt ihr erkennen, welche Sprachfamilien an einem bestimmten Ort auf der Welt gesprochen werden. Was die einzelnen Farben bedeuten, ist in der Legende am Rand verzeichnet.
© Stern / CC-by-SA 3.0

Die Veränderlichkeit von Sprache ist nämlich der Grund dafür, dass aus einer Sprache zwei werden. Ein Beispiel: Im 6. Jahrhundert nach Christus lebten auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands verschiedene germanische Stämme, die einander recht ähnliche Sprachen verwendeten. Zu diesen Stämmen zählten auch die „Angelsachsen“, die damals begannen, über die Nordsee ins heutige Großbritannien zu segeln und sich dort niederzulassen.

Aus eins mach zwei!

Anfangs sprachen sie an ihrem neuen Zuhause natürlich dieselbe Sprache wie in der alten Heimat, aber von Generation zu Generation veränderten sich ihre Wörter, ihre Aussprache und die Regeln ihrer Grammatik – heutzutage kennen wir die Sprache der Auswanderer unter dem Namen „Englisch“. Gleichzeitig machten auch die Sprachen der Daheimgebliebenen ihre eigene Entwicklung durch und wurden zum heutigen Deutsch.

Aus dem germanischen „Vorfahren“ entstanden somit die beiden „Geschwister“ Englisch und Deutsch. Auf Grund ihrer gemeinsamen Abstammung zählt man sie zur „Familie“ der germanischen Sprachen. Diese Familie hat ihrerseits wieder Geschwister, etwa die „romanischen Sprachen“ (Französisch gehört dazu) und die „slawischen Sprachen“ (mit Russisch und anderen), so dass man auch hier wieder von einer Familie reden kann, genannt „indoeuropäische Sprachfamilie“. Diese Familie ist weltweit sehr verbreitet.

Irgendwann ist aber Schluss: Von der indoeuropäischen Sprachfamilie sind keine Geschwister mehr bekannt. Ihre Familiengeschichte ist im Dunkel der Geschichte verloren. Gleiches gilt für die meisten anderen Familien auf dieser Karte. Sie lassen sich nicht mehr weiter zu einem gemeinsamen Ursprung zurückverfolgen.

Ob zwei Sprachen miteinander verwandt sind oder nicht, ist für Wissenschaftler nicht immer leicht zu sagen – es ist dazu ein sehr aufwändiges, systematisches Vergleichen zahlreicher Wörter nötig. Besonders bei Sprachen, die nicht gut erforscht sind, gibt es daher immer wieder Streit. Auch auf dieser Karte sind manche Einteilung umstritten, so wurden die rund 350 Sprachen der amerikanischen Ureinwohner der Einfachheit halber als „amerikanische Sprachen“ zusammengefasst. Tatsächlich gehören sie jedoch zu Dutzenden wohl nicht miteinander verwandten Familien.

Faszinierende Unterwasserwelt

Darek Sepilo: Magic of Big Blue Geheimnisse der Ozeane Verlag: Koch Media, 2012 25,99 €

Darek Sepilo:
Magic of Big Blue
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Ob farbenprächtige Korallengärten, perfekt getarnte Tintenfische, gewaltige Fischschwärme oder majestätische Mantarochen: Die Aufnahmen des polnischen Unterwasserfilmers Darek Sepilo bringen die faszinierende Welt der Ozeane in unser Wohnzimmer. „Magic of Big Blue“ lässt den Zuschauer ein in eine verborgene Welt voller Überraschungen eintauchen und macht deutlich, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes auf einem „blauen Planeten“ leben.

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